Geschichte

Bedburger Ballspielverein von 1912 e. V.

Aus Bedburg.
Seit 1912.

Was auf einer einfachen Wiese begann, verbindet seit Generationen Menschen in unserer Stadt. Die Geschichte des BBV erzählt von Fußballbegeisterung, sportlichen Erfolgen und Rückschlägen – und von einer Gemeinschaft, die ihren Verein immer wieder nach vorne gebracht hat.

Die Mannschaft des BBV steht 1913 vor einem Fußballtor auf dem Roßmarkt.
1913 auf dem Roßmarkt: Der BBV gewinnt gegen Elsdorf mit 3:0.

Die Anfänge

Eine Idee. Ein Ball. Schwarz und Weiß.

In den ersten Junitagen 1912 gründeten sportbegeisterte Bedburger auf Initiative von Willi Herrenbrück, Heinrich Engels und Anton Maus den „Bedburger Ballspielverein von 1912“. Die Vereinsfarben waren von Anfang an Schwarz-Weiß.

Gespielt wurde zunächst auf einer Wiese an der Langemarckstraße, die Josef Conrads zur Verfügung stellte. Über den zunächst zu kleinen Sandberg führte der Weg zum „Roßmarkt“ an der Bergheimer Straße, den der Verein mit Unterstützung der Ritterakademie nutzen konnte. Zu den ersten Gegnern gehörten Elsdorf, Glesch und Bergheim. Besonders die Begegnungen mit Elsdorf begründeten eine lange sportliche Rivalität.

Die weiteren Mitglieder der ersten Stunde

Wilhelm Bedbur, Heinrich Brings, Josef Brings, Karl Bücker, Heinrich Bünnagel, Mathias Kremer, Franz Königs, Heinrich Langen, Hubert Marx, Kaspar Mocken, Josef Schiffer, Peter Welter, Anton Wieland und Mathias Wimmer.

1912–2012

Wegmarken eines Jahrhunderts

  1. 1914–1920 · Unterbrechung und Neubeginn

    Im Ersten Weltkrieg ruhte der Spielbetrieb vollständig. Danach lebte der Verein wieder auf; 1920 trat der BBV dem Westdeutschen Spielverband und damit dem DFB bei.

  2. 1945 · Wiederaufbau am Sandberg

    Auch NS-Zeit und Zweiter Weltkrieg hinterließen tiefe Einschnitte. Am 10. September 1945 wurde der BBV neu konstituiert. Nach der Wiederherstellung des zerstörten Sandberg-Platzes rollte am 4. November wieder der Ball.

  3. 1950 · In der höchsten Amateurklasse

    Als Bezirksklassenmeister gelang der Aufstieg in die damalige Landes- beziehungsweise Amateurliga. Von 1950 bis 1953 spielte der BBV damit in der seinerzeit dritthöchsten deutschen Spielklasse.

  4. 1971 · Zurück in der Landesliga

    Nach 18 Jahren gelang erneut der Aufstieg. Es folgte eine zehnjährige Landesliga-Zeit mit unvergessenen Spielen vor großer Kulisse auf dem Sandberg.

  5. 1978 · Abschied vom Sandberg

    Der heranrückende Tagebau machte den Wechsel nach Bedburg-West notwendig. Vom 18. bis 20. August verabschiedete sich der Verein mit einem großen Fest von seiner traditionsreichen Spielstätte.

  6. 1984–2008 · Immer wieder nach vorne

    Auf Abstiege folgten neue Anläufe: 1984 und 1985 führten zwei Aufstiege in Folge von der Kreisliga A zurück in die Landesliga. Weitere Rückkehrerfolge gelangen 1987, 1996, 2003 und 2008.

  7. 2012 · Ein Jahrhundert BBV

    Das 100-jährige Bestehen verband Erinnerungen mit Zukunftsplänen. Die Jubiläumsfestschrift blickte auch auf die geplante Modernisierung der Sportanlage mit Kunstrasenplätzen und neuer Flutlichttechnik.

Die Meistermannschaft des BBV von 1950 in weißen Trikots bei einem gemeinsamen Mannschaftsfoto.
Die Meistermannschaft von 1950: Aufstieg in die höchste Amateurklasse.
Spielszene auf dem Sandberg 1962 mit Zuschauern am baumbestandenen Hang.
Der Sandberg 1962 – für Generationen ein besonderer Ort des Bedburger Fußballs.

Nachwuchs mit Perspektive

Die Zukunft kommt aus den eigenen Reihen

Jugendarbeit hat beim BBV eine lange Tradition. Bereits 1924 wurde die Jugendabteilung neu aufgebaut. Seit den 1990er-Jahren gewann die gezielte Ausbildung eigener Talente weiter an Bedeutung und wurde zu einer tragenden Säule des Vereins.

Ein besonderer Erfolg war die Mittelrheinmeisterschaft der U15 in der Saison 2006/07. Zum Jubiläum 2012 bestand die erste Seniorenmannschaft fast ausschließlich aus Spielern der eigenen Jugend.

Zur Ausbildung gehörte auch das Miteinander: Die Kindergarten-WM eröffnete den Jüngsten den Zugang zum Fußball. Internationale Turnierfahrten nach Spanien stärkten über Mannschaftsgrenzen hinweg den Zusammenhalt. Die Festschrift beschreibt diesen Anspruch als Verbindung von qualifiziertem Training und familiärer Gemeinschaft.

Die U15-Mannschaft des Bedburger BV präsentiert sich mit Trainern und Betreuern als Mittelrheinmeister 2006/07.
Ein Höhepunkt der Nachwuchsarbeit: die U15-Mittelrheinmeister 2006/07.

Mehr als die 90 Minuten

Ein Verein, der Menschen zusammenbringt

Zur BBV-Geschichte gehören ebenso die Reserve, die Alten Herren und die vielen Menschen im Ehrenamt. Sie organisierten den Spielbetrieb, begleiteten Mannschaften und machten gemeinsame Erlebnisse möglich. Sommerfeste gab es schon in der Frühzeit. Später wurden der „Lachende BBV“ und die aus der Sommerfeier von 1982 entstandene „Karibische Nacht“ zu besonderen Zeichen des Vereinslebens.

Mit Dank an die Gründer und an alle, die den BBV über Jahrzehnte getragen haben, bewahren wir diese Erinnerungen. Tradition, Leidenschaft, Fairness und Zusammenhalt verbinden die Geschichte unseres Vereins mit seiner Zukunft.

Zum Weiterlesen

Unsere Festschriften

Ein Jahrhundert lässt sich hier nur in Ausschnitten erzählen. Viele weitere Erinnerungen, Bilder und Zeitzeugnisse finden sich in unseren Festschriften:

Historischer Rückblick auf die Jahre 1912–2012, zusammengefasst aus der Festschrift zum 100-jährigen Bestehen (Juni 2012) und dem bisherigen Text der Vereinsseite „Geschichte“. Redaktion und Konzept der Festschrift: Walter Correnz; Herausgeber: Bedburger Ballspielverein von 1912 e. V. Bildnachweis laut Festschrift: privat, zum Teil aus älteren BBV-Festschriften.